Ein junger Mann aus dem aktuell von schweren Hochwassern betroffenen Houston/Texas konnte im Juli 2017 den wohl effektivsten Schwermetall-Wasserfilter vorstellen – und damit eine mögliche Lösung für die Trinkwasserverseuchung durch Schwermetalle bieten.

Perry Alagappan, so heißt der Erfinder, hatte die Idee dazu nach einer Reise mit seinen Großeltern nach Indien. Daraufhin fragte er an, ob er an der Rice University in Houston in den Laboren Wasserfilter testen könne – bereits 2015 erhielt er seine Entdeckung den „Stockholm Junior Water Prize“. Seither wurde die Technologie weiterentwickelt und schließlich im Juli dieses Jahres präsentiert.

oben: Ein Quarzfaser-Schwamm mit Kohlenstoff-Nanoröhren; unten: ein bereits genutzter Schwamm der im Testbetrieb 99% der Schwermetalle Cadmium, Kobalt, Kupfer, Quecksilber, Nickel und Blei aus dem Wasser zog
oben: Ein Quarzfaser-Schwamm mit Kohlenstoff-Nanoröhren; unten: ein bereits genutzter Schwamm der im Testbetrieb 99% der Schwermetalle Cadmium, Kobalt, Kupfer, Quecksilber, Nickel und Blei aus dem Wasser zog (Fotorechte: © Barron Research Group/Rice University)

Dabei handelt es sich um ein Quarzfaser-Schwamm, bei welchem Kohlenstoff-Nanoröhren hinzugefügt werden. Ein Gramm dieses Materials kann 83.000 Liter kontaminiertes Wasser vom Schwermetall befreien – genug um die täglichen Bedürfnisse von 11.000 Menschen zu stillen. Gereinigt kann dieser Schwamm mit Haushaltschemie wie z.B. Essig.

Auf ingeneur.de wird das genauer beschrieben:

Es ist eine simple Quarzwolle, ein watteartiges Gewirr aus zwölf Mikrometer dünnen Siliziumdioxid-Fasern, die das Grundgerüst des Filterschwamms bildet. Um dieses lassen die Forscher winzige Kohlenstoff-Nanoröhrchen wachsen. Die kleinen Nanoröhrchen werden dann mit einer oxidierenden Säure behandelt und einige Kohlenstoffatome werden durch Sauerstoff ersetzt. Dieser Trick verleiht den Nanoröhrchen viele hochreaktive potenzielle Ansatzstellen für Metallionen von Kadmium, Quecksilber und Co. (ingeneur.de)

Ein Gramm dieses Schwamms kostet einen Vierteldollar (0,21 Euro Cent) – dabei sind Material- und Herstellungskosten in die Kostenanalyse mit eingerechnet. Perry Alagappan studiert nun übrigens an der Stanford Universität.


Weiterführende Links und Quellen:

Bildquelle: CC0 Public DomainTobiasDPixabay

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