Die 17 Millionen Reisbauern und -bäuerinnen in Thailand verdienen durchschnittlich 40 Cent (US-Dollar) am Tag. Damit liegt ihr Verdienst weit unter der nationalen Armutsgrenze. Nun soll der „Superfood“-Reis namens Jasberry dafür sorgen, dass für einige von ihnen am Ende des Tages mehr herausschaut.

Jasberry zählt zum Trendbereich „Superfood“, da er „zehn Mal so viele Antioxidantien stecken wie in grünem Tee, zudem viel Vitamin E und Beta-Carotine“ (enorm-magazin.de) beinhaltet. Und im Gegensatz zu Acai-Beeren und Granatäpfeln ist hier der Anbau vergleichsweise günstig.

Der Thailander Peetachai Dejkraisak, der in Australien aufgewachsen ist, hat mit vier Freunden das Unternehmen Siam Organic gegründet. Dieses Unternehmen schult Bauern in nachhaltigen, ökologischen Anbaumethoden – und zeigt ihnen die Vorteile des Jasberry-Reis. Jene 1.800 Bauern, die diesen Reis anbauen, verdienen bereits das 14-Fache eines durchschnittlichen Reisbauern, also ungefähr 5,6 US-Dollar pro Tag. In den nächsten drei Jahren ist es das Ziel, dass damit 20.000 thailändische Farmer aus der Armut geholt werden sollen.

Der große Markteintritt in den USA und Europa steht bevor. In Amerika gibt es den Reis bereits in New York. Wenn erst der große Hype über den Superreis ausbricht, werden wohl noch viele weitere Jasberry-Farmer benötigt werden.


Weiterführende Links und Quellen:

Bildquelle: CC BY 2.0, ronamae, „Black rice, white dish“, Flickr

3 Kommentare zu „#287 Superfood gegen die Armut der thailändischen Reisbauern

  1. 5,6 Dollar am Tag? Keine 4 % mehr als mit herkömmlichen Reisanbau. Ich hoffe auf diesen Scam fallen nicht so viele Reisbauern rein, wie es der Aussi-Thai Entrepreneur sich erhofft! Die Zukunft ist Bildung. Thailand sollte längst kein Agrarland mehr sein!

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    1. Hey! Hast du da Quellen zum Verdienst mit herkömmlichen Reisanbau. Meine Quellen sprechen von durchschnittlich 40ct pro Tag für 17 Mio. Reisbauern – da wären die 5,6 Dollar schon eine deutliche Steigerung.

      Dass es Investitionen in Bildung braucht, ist natürlich klar – dass aber auch einzelne Initiativen bis dahin ein Verbesserung der Lebensumstände herbeiführen ist doch auch schön.

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      1. Der Mindestlohn für Thais ist 300 Baht pro Tag. Arbeitgeber, die erwischt werden weniger zu bezahlen, müssen mit einer Geldstrafe von 100.000 Baht und / oder einer Gefängnisstrafe von bis zu 6 Monaten rechnen.
        Der Mindestlohn wurde 2012 eingeführt.
        Also welcher Reisbauer baut da noch für 20 Baht am Tag Reis an? Kannst ja selber ausrechnen..auch dieser Investor zahlt den Bauern gerade mal etwas mehr als 200 Baht, also 33% weniger als den gesetzlichen Mindestlohn…nicht wirklich ein toller Deal!

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