#312 Plastikflaschen aus Zucker und CO2

ForscherInnen des Centre of Sustainable Chemical Technologies (CSCT) der University of Bath (Großbritannien) haben nun ein Plastik erfunden, das keine giftigen Chemikalien beinhaltet und noch dazu völlig biologisch abbaubar ist.

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Zahlreiche ForscherInnen beschäftigen sich mit Alternativen zu Plastik, um u.a. die anwachsende Verschmutzung der Weltmeere abzuwenden. ForscherInnen des Centre of Sustainable Chemical Technologies (CSCT) der University of Bath (Großbritannien) haben nun ein Plastik erfunden, das keine giftigen Chemikalien beinhaltet und noch dazu völlig biologisch abbaubar ist.

Zur Herstellung wird Kohlenstoffdioxid (CO2) einem natürlich vorkommenden Zucker namens Thymidine unter geringem Druck bei Raumtemperatur hinzugefügt. Diese Vermengung kreiert ein Polycarbonat (PC), ein stabiles Plastik wie es für Trinkflaschen, Brillengläsern, CDs und DVDs sowie kratzsichere Hüllen für Smartphones. Um Polycarbonate herzustellen benötigt man normalerweise Erdöl.

Die ForscherInnen sind natürlich nicht die einzigen, die an biologisch abbaubarem Plastik arbeiten. Doch während, wie manche KritikerInnen erklären, oftmals Temperaturen von 50 Grad Celsius von Nöten sind, um den Abbauprozess in Gang zu bringen, ist dieses Plastik nicht auf hohe Temperaturen angewiesen.

Jetzt steht jedoch noch viel Arbeit an, damit das Plastik so haltbar (während des Gebrauchs) und kosteneffektiv wird, wie heutiges Plastik.


Weiterführende Links und Quellen:

Bildquelle: CC0 Public DomainderneuemannPixabay