#341 Der Streetscooter der Deutschen Post als Erfolgsmodell

Die Deutsche Post DHL Group liefert nicht nur Briefe und Pakete – mit den „Streetscootern“ ist das Unternehmen auch noch im Bereich der E-Mobilität ein großer Player. Drei Jahre nach den ersten Tests wird eine erste, sehr positive Bilanz gezogen.

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Die Deutsche Post DHL Group liefert nicht nur Briefe und Pakete – mit den „Streetscootern“ ist das Unternehmen auch noch im Bereich der E-Mobilität ein großer Player. Seit 2010 wurde an der RTWH (Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule) Aachen daran entwickelt – 2014 wurde das dafür gegründete Unternehmen schließlich von der Deutschen Post AG übernommen.

Drei Jahre nach den ersten Tests ist es möglich, eine Bilanz zu ziehen: 13,5 Milliionen wurden mit den 5.000 E-Transportern zurückgelegt. Im Vergleich zu Transportern mit Verbrennungsmotoren sparte man damit über 16.000 Tonnen CO2 ein. Der Strom kommt dabei, laut Deutsche Post, aus Ladestationen mit zertfiziertem Ökostrom. Ebenso sind die Kosten im Bereich von Wartung und Verschleiß zwischen 60 und 80 Prozent geringer – genauso wie erwartet.

Bis 2020 sollen 30.000 Elektrotransporter auf Deutschlands Straßen fahren – wie im April 2017 angekündigt, hat Deutsche Post DHL Group begonnen, den Streetscooter auch an externe Kunden verkaufen. Die Produktion wurde 2017 von 10.000 Fahrzeugen auf 20.000 erhöht.


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Bildquelle: Pressefotos von streetscooter.eu

#276 Der E-Muldenkipper: Die Schweizer Elektro-Superlative

Technischer Fortschritt bringt immer auch wieder Unternehmen dazu, neue Rekorde aufzustellen. So auch der Zusammenschluss zweier Schweizer Unternehmen, die offenbar kurz davor sind, das größte E-Fahrzeug der Welt fertigzustellen.

Technischer Fortschritt bringt immer auch wieder Unternehmen dazu, neue Rekorde aufzustellen. So auch der Zusammenschluss zweier Schweizer Unternehmen (Kuhn Schweiz AG und Lithium Storage GmbH), die offenbar kurz davor sind, das größte E-Fahrzeug der Welt fertigzustellen. Dabei handelt es sich um einen umgebauten Muldenkipper, Marke Komatsu 605 HD, der ganze 110 Tonnen auf die Waage bringt.

Dabei wird eine 600-Kilowattstunden-Batterie verbaut – die größte Batterie, die jemals in ein Fahrzeug verbaut worden ist. Die 800-PS des Originalfahrzeugs werden dann nur mehr von der Batterie betrieben – so sollen mindestens 50.000 Liter Diesel pro Jahr und mindestens 131 Tonnen C02 eingespart werden.

Sowohl bei vollbeladener Talfahrt, als auch bei komplett leerer Bergfahrt könnte der Muldenkipper zudem sogar Energie erzeugen statt zu verbrauchen. Noch 2017 soll er erstmals in der Zementfabrik der Firma Ciments Vigier SA eingesetzt werden.


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Bildquelle: CC0 Public DomainwaldiwklPixabay

#258 Die steckerlose Ladelösung für E-Autos aus Österreich

Easelink, ein österreichisches Unternehmen aus Graz, will das Laden von Elektroautos vereinfachen. Ihr Konzept, eine Ladeplatte mit automatischer Verbindung, wird gerade auf der Internationalen Automobil-Ausstellung vorgestellt.

Easelink, ein österreichisches Unternehmen aus Graz, will das Laden von Elektroautos vereinfachen. Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) stellen sie gerade ihre kabellose Ladeslösung vor. Einerseits wollen sie damit einen internationalen Standard etablieren (der in Zukunft automatisch verbaut werden könnte), andererseits erklären sie, dass auch nahezu alle E-Autos nachgerüstet werden können.

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Matrix Charging nennt das Unternehmen Easelink sein System

Ihre Lösung sieht so aus: Auf einem Parkplatz sollen metallene Ladepads (Maße 60 x 60 Zentimeter) im Boden installiert sein. Diese Platten werden natürlich mit dem Stromnetz verbunden – der/die E-Auto-FahrerIn muss jedoch nur direkt über der Platte parken (und das technische Kontaktstück besitzen). Das am Auto angebrachte Kontaktstück senkt dann automatisch einen kurzen Kabelstrang ab, der über sechs Kontaktflächen eine Verbindung zur Bodenplatte herstellt und den Stromfluss freigibt.

 

Gezeigt wird das Produkt an einem Konzeptauto des chinesischen Autobauers Wey – der möchte es auch bald serienmäßig einbauen. Laut dem Chef von Easelink ist man aber auch mit deutschen Autobauern im Gespräch.


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Bildquelle: CC0 Public DomainMarketing-ASSPixabay

#77 70.000 Elektrotaxis für Peking

Um die anhaltende Luftverschmutzung zu bekämpfen, sollen in Peking über 70.000 benzinbetriebene Taxis durch Elektroautos getauscht werden.

Die chinesischen Großstädte leiden aufgrund des anhaltenden Verkehrs (wie auch viele westliche Städte) an massiver Luftverschmutzung. Um dieser in Zukunft Einhalt zu gebieten, hat die chinesische Hauptstadt Peking geplant, die Taxiflotte in den kommenden Jahren auf Elektroautos umzustellen. Dies würde rund 70.000 Taxis betreffen und 1,3 Milliarden US-Dollar (rund 1,24 Milliarden Euro) kosten.

Wie lange dieser Wechsel dauern wird, ist noch nicht abzusehen. Beginnen soll die Umstellung aber bereits in diesem Jahr: alle neu zugelassenen Taxis müssen ab da Elektroautos sein. Auch in den Städten Shenzen und Taiyuan wurden Beschlüsse dieser Art gefasst. Im Jahr 2016 verdoppelte sich die Zahl der in China zugelassenen Elektrofahrzeuge auf 600.000 – damit ist der chinesische E-Automarkt bereits der größte der Welt.

Damit man sich ein Bild machen kann, warum der Kampf gegen Smog so wichtig ist, hier ein einminütiges Video vom TIME Magazine:


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Bildquelle: CC BY SA (2.0), Silke Ebel, Summer Palace, Flickr

#68 Physiker erfindet mit 94 Jahren den Akku neu

John B. Goodenough sollte eigentlich jedeR kennen: Er ist jener Mann, der den heutzutage überall eingesetzten Li-On-Akku entwickelt hat. Jetzt, mit 94 Jahren, stellt er mit „Solid-State-Akkus“ die mögliche Zukunft vor.

Wir nutzen sie jeden Tag, aber die wenigsten wissen, wer sie eigentlich erfunden hat: Die Akkus. Ob in Telefonen, Tablets, PCs – Lithium-Ionen-Akkus haben sich in den vergangenen Jahrzehnte eindeutig durchgesetzt. Erfunden wurde die Technologie Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre damals vom US-amerikanischen Physiker und Materialwissenschaftler John B. Goodenough. Für diese Entwicklung wurde er relativ spät, im Jahr 2011 mit der „National Medal of Science“ vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama ausgezeichnet.

Heute ist Herr Goodenough 94 Jahre alt. Er arbeitet immer noch an der University of Texas in Austin und selbst in diesem hohen Alter steht er an der Spitze eines ForscherInnenteams, das nun eine neue Akku-Technologie namens „Solid-State-Akkus“ vorgestellt hat: Hierbei wird Glas als Elektrolyt eingesetzt (in klassischen Akkus ist der Elektrolyt flüssig)- das Lithium wird durch Natrium ersetzt, welches deutlich günstiger, verfügbarer und umweltfreundlicher ist. Durch die höhere Dichte können solche neuen Akkus ungefähr 3x mehr Energie speichern, sind sicherer, günstiger und funktionieren bei Temperaturen zwischen -20 und +60 Grad Celsius.

Außerdem soll es innerhalb weniger Minuten aufgeladen werden können. Und genau das macht diese Technologie für die Elektroautoindustrie so interessant: Der z.B. in Tesla-Autos verwendete Lithium-Akku ist teuer, ist bei Kälte ineffizient und braucht lange zum Laden. Sollte also diese Akku-Technologie die Marktreife erreichen, wäre das ein sehr positives Zeichen für Elektroautos. Nur kann es bis dahin noch etwas dauern – der Weg von der Entwicklung zur Marktreife bei Lithium-Ionen-Akkus dauerte damals rund zwölf Jahre.


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Bildquelle: CC0 Public Domain, ArcaionPixabay

#34 Österreich zählte 2016 die meisten Neuzulassungen bei Elektroautos in der EU

Im Jahr 2016 wuchs der Anteil an Neuzulassungen von Elektroautos in Österreich um 128,2 Prozent. Gemessen an den Gesamtzulassungen zählt Österreich 1,2 % E-PKW-Zulassungen – der Spitzenwert in den 28 EU-Staaten.

War Österreich 2015 noch auf Platz 5 der Neuzulassungen von Elektroautos in den EU-28, so schaffte man im vergangenen Jahr den Sprung an die Spitze. Insgesamt wurden 2016 im ganzen EU-Raum 63.330 E-Autos zugelassen – 3.826 davon in Österreich. Das entspricht für Österreich ein Plus von 128,2 Prozent gegenüber 2015. Großbritannien zählte 10.624 Zulassungen, Deutschland 11.284 und Frankreich 21.776.

Gemessen an den Gesamtzulassungen liegt Österreich aber an der Spitze: 1,2 Prozent aller neu zugelassenen Autos im Vorjahr waren Elektroautos. Der EU-Schnitt liegt bei 0,4 %, Deutschland kommt auf 0,3 %. Allein in Vorarlberg (Einwohnerzahl am 1.1.2015: 378.490) wurden 355 E-Pkws zugelassen – drei Mal so viel wie in ganz Polen.

In zwölf EU-Staaten gab es jedoch einen Rückgang bei den Neuzulassungen – so zum Beispiel auch in Deutschland.


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Bildquelle: CC0 Public Domain, OpenClipart-Vectors, Pixabay

#29 Oberleitungs-LKWs als mögliche Zukunft für den Güterverkehr

Das deutsche Bundesumweltministerium und Siemens testen bis 2018 Oberleitungs-LKWs auf Testabschnitten deutscher Autobahnen.

Bis zum Jahr 2050 soll sich der Güterverkehr in Deutschland, laut Schätzungen, vervierfachen. Damit aber nicht auch der CO2-Ausstoß um das Vierfache ansteigt, sucht man natürlich nach Lösungen.

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Marktanteile im Güterverkehr, Stand 2015 (Quelle: allianz-pro-schiene.de)

Nun wurde bekanntgegeben, dass auf zwei Testabschnitten deutscher Autobahnen Oberleitungs-LKWs getestet werden sollen. Siemens und das deutsche Bundesumweltministerium möchten gemeinsam bis 2018 diesen Versuch starten. Die Hybrid-LKWs können dann einerseits mit Strom aus der Oberleitung angetrieben werden und schließlich auch weiterhin mit Benzin. Einen ähnlichen Test gibt es – von Siemens und Scania – bereits seit 2016 in Schweden.

Auch wenn seit Jahrzehnten versucht wird, den Güterverkehr auf Schiene zu bringen (also statt LKWs mehr Güterzüge zu nutzen), werden immer noch (Zahlen von 2015) 70,8 % des Güterverkehrs von LKWs erledigt, 18 % von der Eisenbahn, 8,5 % durch Binnenschiffe und 2,7 % durch Öl-Fernleitungen.


Weiterführende Links und Quellen:

Bildquelle: CC0 Public Domain, webandi, Pixabay