#351 Flaschen: Alternativen zum Plastik

Die Vermeidung von Alltagsplastik ist eine der Herausforderungen – und auf der ganzen Welt arbeitet man an Alternativen zur Plastikflasche. So z.B. die französische Verpackungsfirma Lsypackaging, die mit VeganBottle eine zu 100 % biologisch abbaubare Flasche aus Zuckrohr (bzw. aus Überresten der Zuckerfabrikation) vorgestellt hat. Oder die global agierenden Unternehmen Danone und Nestlé, die sich zusammengetan haben, um ein Forschungsprogramm zu fördern, damit in naher Zukunft 100% biobasierte Plastikflaschen angeboten werden können.

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Die Vermeidung von Alltagsplastik ist eine der Herausforderungen – und auf der ganzen Welt arbeitet man an Alternativen zur Plastikflasche. So z.B. die französische Verpackungsfirma Lsypackaging, die mit VeganBottle eine zu 100 % biologisch abbaubare Flasche aus Zuckrohr (bzw. aus Überresten der Zuckerfabrikation) vorgestellt hat. Oder die global agierenden Unternehmen Danone und Nestlé, die sich zusammengetan haben, um ein Forschungsprogramm zu fördern, damit in naher Zukunft 100% biobasierte Plastikflaschen angeboten werden können.

Nestlé und Danone haben bereits im März bekanntgegeben, dass sie gemeinsam die Forschung und Entwicklung einer „green plastic“-Flasche vorantreiben werden. Mit dabei ist das kalifornische Biotech-Start-up „Origin Materials“ – das Ziel der NaturALL Bottle Alliance ist, dass langfristig gesehen 100 Prozent aller Danone- und Nestlé-Flaschen ohne einen Tropfen Erdöl hergestellt werden sollen. Und weil damit natürlich auch Geld gemacht werden kann, wollen sie ihre Entwicklung dann auch der gesamten Industrie zugänglich machen: „They also say they will make their technology accessible to the entire beverage industry.“

Lyspackaging, das französische Verpackungsunternehmen, scheint hier schon eine Lösung zu haben: Aktuell verdient das Unternehmen noch mit traditionellen Kunststoffflaschen das meiste Geld. Doch ihr neues Produkt, die „VeganBottle“ zeigt die Unternehmenszukunft: Die gesamte Flasche ist zu 100 % biologisch abbaubar – und bis 2020 möchte Lyspackaging mit VeganBottles 80 % der gesamten Produktion übernehmen.


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#255 Frankreich fördert ab 2040 kein Erdöl und Gas mehr

Bis 2040 möchte Frankreich die Förderung von Erdöl und Gas auf französischem Territorium beenden. Auch wenn das nur einen Anteil von 1 % des Verbrauchs ausmacht, ist es Teil einer bewussten Energiewende für das Land.

Nicolas Hulot, der französische Umweltminister hat es angekündigt: Frankreich möchte 2040 die Förderung von Erdöl und Gas auf französischem Territorium beenden. Aktuell erfolgt die Förderung im Pariser Großraum, im Elsass, im südwestfranzösischen Aquitaine und in einigen Überseegebieten wie z.B. an der Küste von Französisch-Guyana.

Zugegeben: Es handelt sich dabei um einen Anteil von einem Prozent des französischen Bedarfs. Doch es ist Teil einer größeren Strategie. So soll bis 2030 der Verbrauch im Vergleich zu 2012 bereits um 30 Prozent gesenkt worden sein.

Zusätzlich zum bereits 2011 in Frankreich verbotenen Fracking (>Was ist Fracking?) weitet die aktuelle Regierung das Verbot nun auch auf alle „unkonventionellen Fördermethoden“ aus.

Gemeinsam mit den Plänen, ebenfalls 2040 keine Fahrzeuge mit fossilem Brennstoffantrieb mehr zuzulassen und der geplanten Reduzierung des Stromanteils aus Atomkraftwerken, arbeitet man so darauf hin, die Ziele des Pariser Klimaabkommens auch wirklich zu erreichen.


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#189 Frankreichs Pläne zum Erreichen des Paris-Klimaabkommens

Der französische Minister für Umwelt, Klimawandel und Energiewende hat den Frankreichs Plan vorgestellt, mit welchem die Ziele des Paris-Abkommens erreicht werden sollen. U.a. soll bis 2022 komplett auf Kohlekraftwerke verzichtet werden, ab 2040 sollen schließlich gar keine Autos mit Verbrennungsmotor zugelassen werden.

Die neue Regierung unter Staatspräsident Emmanuel Macron und Premierminister Édouard Philippe hat nun die klimapolitischen Pläne für die kommenden fünf Jahre vorgestellt. Der Minister für Umwelt, Klimawandel und Energiewende, Nicolas Hulot, hat den Aktionsplan präsentiert.

So möchte man die CO2-Steuer erhöhen und eine neue Schwerverkehrsabgabe einführen. Bis 2025 möchte man den Anteil des Stroms aus Atomkraftwerken von aktuell 75 % auf 50 % senken. Thermische Renovierung für Wohnhäuser soll zudem subventioniert werden.

Außerdem soll den Menschen schmackhaft gemacht werden, von alten Autos (Dieselautos vor 1997, Benzinautos vor 2001) Abschied zu nehmen um weniger umweltschädliche Fahrzeuge zu nutzen. Im Jahr 2040 sollen schließlich gar keine Diesel- oder Benzinautos mehr zugelassen werden.

Bis zum Ende von Emmanuel Macrons erster Amtszeit, also bis zum Jahr 2022, soll Frankreich übrigens gar keinen Strom mehr aus Kohlekraftwerken mehr brauchen. Vier Kraftwerke sind jetzt noch in Betrieb und müssen nun in den kommenden fünf Jahren schließen. Spannend dabei ist, wie die NZZ schreibt, dass vor einem Jahr noch der Bürgermeister von La Havre, einer Hafenstadt, in der eines der Kohlekraftwerke steht, die Kohle noch lautstark verteidigt hat. Sein Name: Édouard Philippe, der heutige Premierminister.


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#130 Frankreich verbietet Haltung von Orcas und Delfinen

Ein neues Gesetz in Frankreich verbietet die Haltung und Nachzucht von Meeressäugern. Für Delfine und Orcas, die sich bereits in Gefangenschaft befinden, wurden ebenfalls Verbesserungen erreicht.

Am 6. Mai 2017 wurde in Frankreich ein Gesetz veröffentlicht, welches die Haltung von Meeressäugern untersagt.

In dem Gesetz wird die Nachzucht von Delfinen und Orcas in Gefangenschaft verboten – ausgenommen sind jedoch jene Tier, die bei Inkrafttreten des Erlasses bereits in Gefangenschaft lebten.

Doch auch für diese wird sich etwas verändern: Ihre Becken müssen um mindestens 150 % vergrößert werden – so sollen sie mehr Abstand zu BesucherInnen und Artgenossen haben. Ebenso darf das Wasser nicht mehr mit Chlor behandelt werden. Direkter Kontakt zwischen BesucherInnen und Meeressäugern ist zukünftig verboten.

Der erste Entwurf des Gesetzes, der am Mittwoch vorgestellt wurde, war um einiges schwächer. Darin war einzig von einer „strikten Kontrolle der Nachzucht von Delfinen“ abhängig von Größe und Form der Becken die Rede. Doch als die amtierende Umweltministerin Ségolène Royal erfuhr, dass diese Tiere teilweise „sogar unter Drogen gesetzt“ werden würden, hat sie den Entwurf deutlich verschärft. Tierschutzorganisationen bezeichnen das Gesetz als einen „historischen Vorstoß“.


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#100 Studie: Gleichbleibende Nahrungsmittel-Produktion in Frankreich trotz Pestizid-Reduktion möglich

Eine neue Studie erklärt, dass Pestizide in Frankreichs Landwirtschaft zu einem großen Teil reduziert werden könnten. Dies würde weder zu Einbrüchen bei der Nahrungsmittelproduktion noch zu geringerem Profit führen.

Alle französischen Bauernhöfe und Farmen könnten ihre Pestizidnutzung massiv herunterfahren und würden dabei immer noch gleich viel Nahrungsmittel produzieren wie zuvor. In Wahrheit könnten sogar Dreiviertel aller Farmen komplett auf chemische Pestizide verzichten, ohne dabei finanzielle Einbußen zu spüren. Zu diesen Schlüssen kam eine Forschungsgruppe der COMUE Université Bourgogne Franche-Comté und des French National Institute for Agricultural Research. Sie hat die Ergebnisse ihrer neuen Studie Anfang März 2017 im Fachjournal (mit peer-review) „Nature Plants“ präsentiert.

Die Forscher analysierten für ihre Studie die Pestizidnutzung, Produktivität und Profitabilität von 946 Farmen jeglicher Größe in ganz Frankreich. Dabei erkannten sie z.B., dass eine höhere Pestizidnutzung bei 77 % der Farmen nicht mit größeren Gewinnen einhergingen – hier könnte sowohl Pestizide als auch Geld eingespart werden.

Selbstauferlegtes Ziel

Für Frankreich(s Politik) ist diese Studie natürlich spannend: Eigentlich beschloss man 2008 die Pestizidnutzung bereits bis 2018 um 50 Prozent zu reduzieren. Vor zwei Jahren, als man erkannte, dass das Ziel nicht nur nicht erreicht, sondern sogar mehr Pestizide genutzt wurden, verlegte man das Ziel auf 2025. Frankreich zählte 2014 bei zum zweitgrößten Pestizidkäufer in Europa: Von den 395.944,4 Tonnen für die 28-EU-Mitgliedsstaaten entfielen 75.287,5 Tonnen auf Frankreich, 78.818,3 Tonnen auf Spanien, 64.071,1 Tonnen auf Italien und 46.078,5 Tonnen auf Deutschland.

Bereits seit 1. Jänner 2017 ist der Einsatz von Pestiziden an öffentlichen Orten wie z.B. Wäldern, Parks oder Gärten verboten – einzig auf Friedhöfen dürfen sie noch eingesetzt werden. Ab 2019 soll es auch einen Pestizidverbot für private Gärten geben.

Bei all den Einsparungsüberlegungen und -umsetzungen in Frankreich gibt es natürlich jemanden, die damit nichts anfangen kann: die „milliardenschwere Pestizidindustrie“, wie Journalist Damian Carrington sie im The Guardian nennt. Diese nutzt sehr gern das Argument, dass durch das immer noch rapide Bevölkerungswachstum (2050 sollen 9 Milliarden Menschen auf der Erde leben) der Einsatz von Pestiziden unumgänglich ist, damit ausreichend Nahrungsmittel produziert werden können. Doch es keimt Widerstand auf: UN-Experten bezeichnen dieses Argument als Mythos – in einem Bericht der Vereinten Nationen sprechen sie von einer „systematischen Verleugnung von Schäden“ durch Pestizide und „aggressiven, unethischen Marketing-Taktiken“.


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#99 Frankreichs „Recht auf Abschalten“

Französische ArbeitnehmerInnen haben seit 1. Jänner 2017 ein „Recht auf Abschalten“ – sie dürfen nicht mehr verpflichtet werden, in der Freizeit ständig erreichbar zu sein. Initiiert wurde das Gesetz übrigens nicht von der Gewerkschaft, sondern von der Industrie selbst.

Mit 1. Jänner 2017 trat Frankreichs „loi n° 2016-1088 du 8 août 2016 relative au travail, à la modernisation du dialogue social et à la sécurisation des parcours professionnels in Kraft. Bekannt wurde das Gesetz verkürzt als das „Right to Disconnect“, also das „Recht auf Abschalten“.

Dabei geht es darum, dass MitarbeiterInnen nicht mehr verpflichtet werden können (bzw. sich nicht mehr verpflichtet fühlen müssen), auch in ihrer Freizeit ständig und augenblicklich auf berufliche E-Mails oder Anrufe zu reagieren. Und das Wichtige dabei ist: MitarbeiterInnen dürfen nicht gekündigt werden, wenn sie außerhalb der Arbeitszeiten nicht erreichbar sind.

Das Gesetz sieht vor, dass Unternehmen mit mehr als 50 MitarbeiterInnen müssen Management und Betriebsrat ausverhandeln, wie Angestellte vor der Gefahr der ständigen Erreichbarkeit geschützt werden können. Können sie sich mit dem Betriebsrat nicht einigen, sollen Unternehmen trotzdem selber entsprechende Verhaltensregeln aufstellen.

Das Gesetz ist in dieser Form weltweit einzigartig. Initiiert wurde es im Übrigen nicht von der Gewerkschaft – sondern von der Industrie. Einerseits aufgrund ehrlicher Sorge vor dem Burn-out wichtiger MitarbeiterInnen, andererseits jedoch auch, um ArbeitnehmerInnen mehr Handhabe zu ermöglichen.

Zahlreiche große Unternehmen versuchten bereits vorab, die Arbeit und Erreichbarkeit in der Freizeit herunterzufahren: So steht in der Betriebsvereinbarung der Versicherungsgesellschaft Axa, das E-Mails am Wochenende keine rasche Antwort erfordern. Reifenhersteller Michelin erfasst die Zugriffe der Angestellten auf den Mailserver außerhalb der Dienstzeiten – sind diese Zugriffe zu lange, wird es ein klärendes Gespräch mit dem/der Vorgesetzten geben. Das deutsche Unternehmen Volkswagen hat bereits Ende 2011 begonnen, 3.500 höheren Angestellten nach Feierabend die Verbindung zum Mailserver zu kappen.

Gerade hinsichtlich der Verschlechterung der Work-Life-Balance in den vergangenen Jahren ist dieses Gesetz ein spannender Versuch, dem entgegenzusteuern. 2014 erklärte die „Initiative Gesundheit und Arbeit“ (iga) der Kranken- und Unfallversicherungen in Deutschland Folgendes:

Zwei Drittel der Erwerbstätigen leisteten demnach regelmäßig Überstunden, jeder Fünfte fühlt sich von seinem Arbeitgeber unter Druck gesetzt, immer mehr leisten zu müssen. 22 Prozent gaben an, dass sie auch in ihrer Freizeit ständig für den Arbeitgeber ansprechbar sein müssten. Und rund jeder Vierte besagte, dass er häufig Aktivitäten mit Freunden und Familie in der Freizeit ausfallen ließe, weil er sonst keine andere Möglichkeit hätte sich auszuruhen. (zeit.de)


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#96 Städte kämpfen gegen „visuelle Verschmutzung“

(Außen-)Werbung ist in der heutigen Zeit allgegenwärtig: Kann man da als Großstadt eigentlich dagegensteuern? Einige Städte wie Grenoble oder São Paulo haben den Versuch gewagt.

(Außen-)Werbung ist in der heutigen Zeit allgegenwärtig: Kann man da als Großstadt eigentlich dagegensteuern? Einige Städte wie Grenoble oder Sao Paulo haben den Versuch gewagt.

Grenoble: Umgesetztes Wahlversprechen

Die kleine französische Stadt Grenoble (rund 160.000 Einwohner und rund 18 km² Fläche) im Südosten des Landes hat den Marketingabteilungen im ganzen Land große Angst gemacht. Denn seit 2015 verschwinden immer mehr Werbeplätze im ganzen Stadtgebiet und werden durch Bäume oder einfach eine freie Fläche ersetzt. Aber wer macht sowas? Ausgangspunkt war ein Wahlversprechen des später auch gewählten und noch amtierenden Bürgermeisters Éric Piolle, einem Kandidaten der „Europe Écologie Les Verts“, also den damals erst kürzlich neugegründeten Grünen Frankreichs.

Die 326 Werbeflächen wurden deshalb bereits Anfang 2015 abgebaut. Einzig die Werbeflächen in Öffi-Haltestellen sind geblieben – doch auch sie sollen, nach Ablauf des laufenden Vertrages, im Jahr 2019 verschwinden. Durch die Nichtverlängerung der Verträge im Jahr verliert die Stadt rund 600.000 Euro pro Jahr – für Piolle kein Grund für einen Rückzug von seinem Wahlversprechen.

São Paulo: Verbot aufgrund „visueller Verschmutzung“

Mit rund 12 Millionen Einwohnern und einer Fläche von 1.523 km² spielt São Paulo natürlich in einer etwas anderen Liga: Also nach dem Jahrtausendwechsel in Brasilien die Werbung exponentiell anstieg, versank São Paulo unter einem „smog of signage“. Nachdem eine Regulierung nicht gelang, trat 2007 durch Bürgermeister Gilberto Kassab das „Clean City Law“ in Kraft. Außenwerbung wurde dabei als Form von „visual pollution“, also visuelle Verschmutzung eingestuft. Innerhalb eines einzigen Jahres verschwanden 15.000 Werbetafeln und 300.000 überdimensionierten Fassadenschildern.

Fünf Jahre nach dem Verbot wurde Werbung unter starker Kontrolle wieder langsam zugelassen. Die Werbung wurde dabei aber gezielter in die Infrastruktur eingebunden, riesige Werbetafeln gibt es weiterhin nicht. An manchen Bushaltestellen gibt es interaktive Panels, mit denen man z.B. auf Google etwas suchen oder die Wettervorschau ansehen kann.

New York: Kunst statt Werbung (zumindest in einer App)

In Zusammenarbeit mehrerer Projektgruppen entstand die App „NO AD: NYC“. Durch Augmented Reality zeigte der Bildschirm das Smartphones oder Tablets nicht die gewöhnlichen Werbungen in der New Yorker U-Bahn an – sondern tauschte sie durch Kunst aus.

In den Vereinigten Staaten von Amerika gibt es aber wirklich vier Bundesstaaten, welche sogenannte „Billboards“, also große Werbetafeln verbieten: Vermont, Hawaii, Maine und Alaska

Aber warum das Ganze?

Man kann zu Werbung stehen, wie man will (siehe meinen Absatz „Transparenz“ am Ende des Beitrages). Die Sache mit Außenwerbung, dem sogenannten „Out of home advertising“ (OOH) muss man sich aber trotzdem genauer ansehen:

While in other media we can, to some extent, choose to consume ads, out of home advertising (OOH) has melded itself inextricably into our environment. (Arwa Mahdawi, theguardian.com)

So wirkt Out of Home-Werbung durch die massive Dauerpräsenz und ihrer Unausweichlichkeit viel stärker als z.B. Print- oder TV-Werbung. Und in Wahrheit lenken sie nicht mehr vom Stadtbild ab, sie sind heutzutage ganz einfach Teil des Stadtbilds. Das beschreibt auch, wie TheGuardian schön zitiert, auch die Marketingfirma Clear Channel Outdoor, die OOH-Werbung wie folgt bewirbt: „When brands advertise on our street structures, they become part of the public social space, entering people’s thoughts and conversations.“

Transparenz: Ich bin mir natürlich bewusst, dass hier für LeserInnen manchmal Werbung angezeigt wird. Ich selbst kann das nicht steuern und verdiene auch nichts daran, sondern WordPress.com – dafür ermöglicht mir WordPress.com, dieses Projekt kostenlos umzusetzen. Sollte die Werbung hier zu stark nerven, empfehle ich einen Ad-Blocker. Würden sich Beschwerden häufen, würde ich auch einen Umzug auf einen eigenen Server in Betracht ziehen – dort wär 365guteDinge dann definitiv ohne Werbung, wie auch auf meinen anderen Websites.


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Bildquelle: CC0 Public Domain, Unsplash, Pixabay

#78 „Mélanie peut le faire“ – Einmal Wetterfee im nationalen Fernsehen sein

Mélanie Segard ist 21 Jahre alt und wollte unbedingt einmal den Wetterbericht präsentieren. Am 14. März ging der Traum für die Frau mit Down-Syndrom in Erfüllung.

Mélanie Ségard ist 21 Jahre alt und hatte einen großen Traum: Ein einziges Mal wollte sie als Wetterfee im nationalen Fernsehen auftreten. Gemeinsam mit der Organisation „UNAPEI“ hat sie auf am 27. Februar auf Facebook eine Aktion namens „Mélanie peut le faire“ gestartet, was übersetzt so viel heißt wie „Mélanie schafft das“ (oder, besser auf Englisch: Mélanie can do it). Über 200.000 „Gefällt mir“ später stand Mélanie schließlich am 14. März 2017 wirklich vor der Kamera und lieferte den ZuseherInnen von France 2 die Aussichten fürs Wochenende. France 2 ist der größte öffentlich-rechtliche Sender in Frankreich.

Dieses kurze Video von EuroNews zeigt ihren erfolgreichen Auftritt:

Mélanie hat Trisomie 21. Nicht nur, dass ihr Traum in Erfüllung geht – gemeinsam mit UNAPEI (der „Nationalen Vereinigung der Elternverbände von geistig behinderten Personen und ihren Freunden“), für den sie Botschafterin ist, will sie aufzeigen, was für Menschen mit Behinderung alles möglich ist. Gegenüber der Zeitung „Le Parisien“ sagte sie: „Mein Traum war es, den Leuten das Wetter zu zeigen. Und das kann anderen Menschen mit Behinderung Türen öffnen“.


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