#282 Friedensnobelpreis für Anti-Atomwaffen-Initiative

Nur wenige Monate nachdem 122 Nationen erstmals einen rechtsverbindlichen Vertrag, der ein Verbot von Atomwaffen vorsieht, ausverhandelt und unterzeichnet haben, erhält ICAN, die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen, nun den Friedensnobelpreis.

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Im Juli 2017 haben 122 Nationen weltweit einen rechtsverbindlichen Vertrag ausverhandelt und unterzeichnet, der ein Verbot von Atombomben vorsieht. Nun hat ICAN, die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (auf Englisch: „International campaign to abolish nuclear weapons“), den Friedensnobelpreis 2017 zugesprochen bekommen.

Seit 10 Jahren arbeitet das ICAN-Bündnis in 450 Friedensgruppen und Organisationen weltweit an einer weltweiten Abrüstung. Das Nobelpreiskomitee begründet ihre Entscheidung damit, dass sich ICAN „bahnbrechend um ein vertragliches Verbot solcher Waffen bemüht“ (deutschlandfunk.de).

KritikerInnen erklären, dass der ausverhandelte Vertrag keine Wirkung habe – haben doch alle Länder, die Atomwaffen besitzen sowie alle NATO-Mitgliedsstaaten (bis auf die Niederlande) diesen Vertrag boykottiert. Doch z.B. Deutschland, als NATO-Mitglied boykottierend, gratulierte zum Nobelpreis: „Die Bundesregierung unterstützt das Ziel einer Welt ohne Atomwaffen“, so die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer – doch die Notwendigkeit einer nuklearen Abschreckung sei noch gegeben.

Es kann aber auch sein, dass die Entscheidung des norwegischen Komitees dazu beiträgt, dass etwas weitergeht. Das passierte bereits im vergangenen Jahr, als der Friedensnobelpreis an den kolumbianischen Präsidenten Santos – am Ende des ein halbes Jahrhundert andauernden Bürgerkriegs – ging. Dadurch wurde der Friedensprozess weiter vorangetrieben.


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#281 Gleicher Lohn am norwegischen Fußballfeld

Der norwegische Fußballverband bezahlt seinen Fußball-NationalspielerInnen, egal welchen Geschlechts, die gleiche Bezahlung – und das ist offenbar weltweit eine Neuheit. Denn bis zuletzt erhielten die Nationalspielerinnen nur ungefähr die Hälfte des Geldes, das der Verband für Spieler der Männer-Nationalmannschaft ausgegeben hat.

Der norwegische Fußballverband bezahlt seinen Fußball-NationalspielerInnen, egal welchen Geschlechts, die gleiche Bezahlung – und das ist offenbar weltweit eine Neuheit. Denn bis zuletzt erhielten die Nationalspielerinnen nur ungefähr die Hälfte des Geldes, das der Verband für Spieler der Männer-Nationalmannschaft ausgegeben hat. Ab nächstem Jahr bekommt das Frauen-Nationalteam aber nun ebenso sechs Millionen NOK (norwegische Kronen; umgerechnet rund 640.000 Euro) – und nicht mehr 3,1 Mio. NOK. Ein Teil des Geldes (550.000 NOK, rund 58.500 Euro) steuern dabei  die Männer bei, aus einem Budgettopf, der sie für kommerzielle Werbeaktivitäten in Rahmen von Länderspielen entlohnt.

Die Spielerin Caroline Graham Hansen hat sich in einem Posting auf Instagram für diese Geste bedankt.

Das war vielleicht eine kleine Sache für euch dies für uns zu tun. Es wird vielleicht nicht in eurem monatlichen Lohn erkennbar werden. Das war vielleicht ein ganz logischer und offensichtlicher Zug für euch, das zu tun! Aber es bedeutet alles für uns! Für unseren Sport! Und nicht zuletzt für alle Sportlerinnen, die die gleiche Arbeit, den gleichen Sport machen und trotzdem weniger bezahlt bekommen. Dass ihr erklärt, dass es gleiche Entlohnung geben muss, lässt mich fast weinen. Am liebsten würde ich euch alle umarmen! Danke, dass ihr diesen Schritt für weibliche Athleten macht. Dass ihr Gleichheit aufzeigt und uns allen damit helft, es uns leichter macht, unseren Träumen zu folgen! Und um sie wahr werden zu lassen. RESPEKT!

Laut dem Chef der norwegischen Fußballspieler-Vereinigung Joachim Walltin sei diese Regelung weltweit einzigartig. Doch auch in Dänemark gibt es aktuell eine Diskussion darüber: Auch dort verzichten Männer auf einen Teil ihres Geldes – und die Frauen gingen auch, im Kampf für Gleichbehandlung, in den Streik.


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#254 Asthma-Medikament beugt möglicherweise Parkinson vor

Ein internationales Forschungsteam hat Anfang September eine Studie veröffentlicht, die erklärt, dass ein altbekanntes Asthmamittel das Potenzial habe, den Ausbruch der Parkinson-Krankheit verhindern zu können. 

Ein internationales Forschungsteam hat Anfang September eine Studie veröffentlicht, die erklärt, dass ein altbekanntes Asthmamittel das Potenzial habe, den Ausbruch der Parkinson-Krankheit verhindern zu können.

Nach ersten Tests an Tieren war man auf der Suche nach riesigen Datenbank, in der über viele Jahre verschriebene Medikamente beinhaltet. Das fanden die ForscherInnen schließlich in Norwegen: Dort werden alle verschriebenen Medikamente der 4,5 Millionen Bewohner Norwegens gespeichert – über den Zeitraum von 11 Jahren. Zwar war die Parkinsonkrankheit nicht sehr stark verbreitet: 0,1 % der Menschen, die kein Asthma-Medikament nahmen, erkrankten in diesem Zeitraum an Parkinson. Bei jenen, die ein Asthma-Medikamente („Beta-2-Sympathomimetika“) wie Clenbuterol und Salmeterol benutzten, lag die Zahl der Erkrankungen bei weniger als 0,04 %.

Auch die Höhe der Dosis war da ausschlaggebend: Vergleicht man jene, die das Medikament nicht nahmen mit jenen, die die höchste Dosis nahmen, so verringerte sich der Gefahr einer Erkrankung um die Hälfte. Bei jenen, die nur die niedrigste Dosis einnahmen, verringerte sich die Erkrankungsgefahr hingegen kaum.

Dieser spannenden Forschung stehen nun noch aufwändige klinische Tests bevor:

Scherzer [Anmerkung: einer der Forschenden] says that any clinical trials are “a few years off.” He notes that 16 recent trials of potential Parkinson’s disease treatments have failed. He and his colleagues don’t want to have No. 17.

Diese Form der Behandlung bzw. der Prophylaxe klingt vor allem deshalb spannend, weil die Krankheit zum Teil bereits 10 oder gar 20 Jahre in den Körpern der PatientInnen existiert, bevor die ersten Symptome erkennbar werden. Doch bis heute gibt es noch keine Screening-Methoden, um derart früh die Erkrankung zu erkennen – jetzt könne man eine solche Studie vor allem an jenen durchführen, bei denen es, aufgrund genetischer Vererbung, sehr wahrscheinlich ist, dass sie daran erkranken werden.


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#245 Nach dem Ende der Mindesthaltbarkeit: Billiger einkaufen in Skandinavien

Seit 2015 bietet das norwegisches Unternehmen Holdbart nunmehr in zwei Geschäften und mittels Onlineversand Waren zu richtigen Schnäppchenpreisen an – die dort angebotenen Lebensmittel wären normalerweise bereits im Müll, allein nur, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist.

Wer schon einmal in einer skandinavischen Stadt war, weiß: Billig ist es dort nicht. Doch seit 2015 bietet das norwegisches Unternehmen Holdbart nunmehr in zwei Geschäften und mittels Onlineversand Waren zu richtigen Schnäppchenpreisen an – die dort angebotenen Lebensmittel wären normalerweise bereits im Müll, allein nur, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist.

Reinhard Wolff nennt in seinem Beitrag ein paar Beispiele für angebotene Lebensmittel: So kosten 5 Packungen Sauerkraut à 450 Gramm zusammen 10 Kronen (ungefähr 1 Euro) – normalerweise kostet eine einzelne Packung soviel. Französischen Senf gibt es statt um 39,90 Kronen um nur eine Krone. Und das Überraschende ist, dass sowohl Sauerkraut als auch Senf bereits 2016 ihr Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben. Thor Johansen, einer der Gründe und Leiter einer der Filialen, betont, dass viele Waren deutlich länger halten als das Mindesthaltbarkeitsdatum vermuten lässt. Aber auch hier haftet das Unternehmen wie jeder andere Lebensmittelladen.

In den Geschäften gibt es zum einen die bereits erwähnten Produkte mit überschrittenem Mindesthaltbarkeitsdatum, aber auch Produkte, bei denen das Design der Verpackung geändert wurde oder z.B. Erdäpfel und Karotten, die zu „unförmig“ für den klassischen Supermarkt sind. Frisches Obst und Gemüse gibt es ansonsten überhaupt nicht, leicht verderbliche Waren sowieso nicht. Diese tragen ja anstatt „best før dato“ (Mindesthaltbarkeitshinweis) den Hinweis „liste forbruksdag“ (letzter Verbrauchstag).

Auch der schwedische Onlineversand Matsmart fischt seit 2014 in diesem Markt – und die Umsatzkurze wächst seither stetig:

„Wir sind nicht unrealistisch und bilden uns nicht ein, das Wegwerfproblem in der Lebensmittelbranche lösen zu können“, sagt dessen Mitbegründer Karl Andersson: „Aber ich bin sicher, dass wir dazu etwas beitragen können, was die Einstellung zu diesen Waren angeht.“ (taz.de)


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#184 App kann Gefahr für Fötus verringern

Mit der App „Count the Kicks“ können schwangere Frauen im dritten Trimester der Schwangerschaft die Bewegungen des Kindes mitnotieren – und damit Unregelmäßigkeiten rasch erkennen. Die Gefahr einer Totgeburt kann damit deutlich verringert werden.

„Count the Kicks“ nennt sich die App – und mit ihr können schwangere Frauen die Tritte ihrer ungeborenen Kinder „mitzuschreiben“. Eine gewisse Anzahl an Tritten pro Stunde ist für ein gesundes Baby normal.

Emily Eekhoff, eine junge US-Amerikanerin, hatte sich diese App heruntergeladen und auch genutzt, als in der 33. Schwangerschaftswoche die regelmäßigen Tritte plötzlich aufhörten. Sie suchte sogleich einen Arzt auf, dieser konnte zwar einen Herzschlag feststellen, aber keine Bewegungen. Durch einen Notkaiserschnitt kam ihre Tochter schließlich zur Welt – ihre Nabelschnur hatte sich drei Mal um ihren Hals gewickelt. Ruby, so der Name des Kindes entwickelt sich prächtig – und wäre ihre Mutter durch die App nicht derart aufmerksam und vorsichtig gewesen, wäre es wahrscheinlich tot zu Welt gekommen.

Die App wurde von fünf Müttern aus Iowa entwickelt, die selbst bereits eine Totgeburt oder Kindstod erleiden mussten. Aufmerksam wurden sie durch ein öffentliches Gesundheitsprogramm Norwegens, das Frauen gelehrt hat, wie sie die Bewegungen der Föten im letzten Trimester der Schwangerschaft zählen. Dadurch konnten in einem Krankenhaussystem des skandinavischen Landes die Totgeburtenrate um 30 Prozent gesenkt werden. Auch die fünf Frauen haben ab 2009 mit Schulungen gestartet – seit kurzem gibt es die Idee auch als App für Android und iOS-Geräte. In Iowa sank seit dem Start die Totgeburtenrate um 26 Prozent.

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#135 Forschungsschiff soll Plastik vom Meeresboden aufsaugen und schadstofffrei verbrennen

Der zehntreichste Mann Norwegens möchte den Großteils seines Vermögens in die Beseitigung von Plastikmüll aus den Weltmeeren benutzen. Dazu wird aktuell gemeinsam mit WWF ein Forschungsschiff gebaut, welches 2020 in See stechen soll.

Kjell Inge Røkke, der zehntreichste Mann Norwegens, möchte einen Großteil seines Vermögens für die Beseitigung von Plastikmüll aus den Weltmeeren benutzen. Gemeinsam mit der Umweltschutzorganisation WWF lässt er nun „ein Forschungsschiff bauen, das bis zu fünf Tonnen Müll am Tag vom Meeresboden aufsaugen und schadstofffrei verbrennen kann“.

Wie viel dieses Forschungsschiff kosten wird, ist nicht bekannt – Røkke will aber die kompletten Kosten übernehmen, auch für die geplante 30- bis 60-köpfige Mannschaft. Das 181 Meter lange Schiff soll dann die Atmosphäre und den Meeresboden bis zu 6.000 Meter Tiefe und 20 Meter unter dem Meeresboden untersuchen können. Ab 2020 soll das Schiff dann in See stechen.

Anfang des Jahres haben sich vierzig Weltkonzerne selbstverpflichtet, hinsichtlich der Verwendung und Wiederverwertung von Plastik einen Wandel herbeizuführen – ausgehend von einer Initative der Rekord-Weltumseglerin Ellen MacArthur.


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#64 Simbabwe verbietet körperliche Gewalt an Kindern

Der Oberste Gerichtshof von Simbabwe verbietet körperliche Gewalt an Kindern, nachdem Eltern sich mit Kinderrechtsorganisationen zusammengeschlossen haben, um gegen körperliche Bestrafung in Schulen vorzugehen.

Das ostafrikanische Land Simbabwe wird das nächste Land sein, welches körperliche Gewalt an Kindern in der Schule und Zuhause unter Strafe stellt. Der Oberste Gerichtshof des Landes entschied sich für den Verbot, nachdem Eltern sich aufgrund der Gewalt von LehrerInnen an SchülerInnen  mit Kinderrechtsorganisationen zusammentaten und damit bis zum Obersten Gerichtshof gelangten. Nun muss nur noch der Verfassungsgerichtshof dem Verbot zustimmen.

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Durch Klick auf die Landkarte landest du auf einer interaktiven Weltkarte, die den Fortschritt des weltweiten Verbots zeigt

Grundsätzlich ist ein Verbot von körperlicher Gewalt gegen Kinder bereits in der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen niedergeschrieben – diese Konvention wurde von der UN-Generalversammlung  im November 1989, also vor über 27 Jahren verabschiedet. Bislang haben 52 Staaten der Welt jede Form körperlicher Gewalt gegen Kinder verboten (Simbabwe wäre Staat Nr. 53). Zumindest 54 weitere Staaten haben sich verpflichtet, an einem vollen Verbot zu arbeiten.

In Österreich ist körperliche Gewalt gegen Kinder seit 1989 verboten, in Deutschland seit 2000. In der Schweiz ist körperliche Bestrafung zuhause und in der alternativen Betreuung erlaubt. Österreich ist übrigens nach Schweden (1979), Finnland (1983) und Norwegen (1987) das vierte Land weltweit, welches ein solches umfassendes Verbot hatte. Seit 2011 gibt es zudem ein verfassungsgesetzlich geschütztes Recht jedes Kindes auf eine gewaltfreie Kindheit.

Wer sich die interaktive Landkarte (siehe Abbildung rechts) ansieht, wird überrascht sein: Südamerika ist hier Nordamerika weit voraus – aber auch in Europa gibt es Staaten (Vereinigtes Königreich, Frankreich, Luxemburg, Schweiz, Italien, Tschechien, Kosovo und Weißrussland), welche in manchen Bereichen bislang noch keinen Verbot vorweisen können – sich die Regierungen aber auch nicht zu einem baldigen vollen Verbot verpflichtet haben.


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#57 Neues Partnerschaftsgesetz in Slowenien tritt in Kraft

Das neue Partnerschaftsgesetz in Slowenien ist ein großer Schritt zur Gleichstellung der Rechte und Pflichten von gleichgeschlechtlichen und verschiedengeschlechtlichen Partnerschaften.

Rechtliche Situation für gleichgeschlechtliche Paare in Europa – By Silje L. BakkeOwn work. This file was derived from: Same sex marriage map Europe.svg, CC BY-SA 3.0, Link

Bereits seit 2006 ist es in Slowenien möglich, eine eingetragene Partnerschaft einzugehen – ähnlich wie z.B. in Österreich ab 2010, Deutschland ab 2001 und der Schweiz ab 2007. Die rechtliche Gleichstellung mit heterosexuellen Partnerschaften ließ aber auf sich warten. Im März 2015 verabschiedete dann das slowenische Parlament schließlich in Gesetz, das die gleichgeschlechtliche Ehe und zugleich die Adoption ermöglichte. Dieses Gesetz wurde jedoch durch ein Referendum im Dezember 2015 außer Kraft gesetzt.

Eine Studie über den rechtlichen Status von homosexuellen Paaren stellte 2015 fest, dass diese Paare in rund 70 Gesetzen gegenüber heterosexuellen Paaren diskriminiert werden. (salzburg24.at)

Die gleichgeschlechliche Ehe gibt es mit dem neuen Partnerschaftsgesetz auch diesmal nicht. Darauf (also, dass die gleichgeschlechtliche Partnerschaft nicht als Ehe bezeichnet wird) legten vor allem die konservativen Parteien viel wert. Dafür haben diese dem Gesetz im April 2016 zugestimmt, ein Referendum soll es diesmal nicht geben.

Das Partnerschaftsgesetz führt aber dazu, dass die gleichgeschlechtlichen Partner zu einem großen Teil mit den heterosexuellen Partnern gleichgestellt werden. Nun dürfen z.B. Lebenspartnerschaften in einer feierlichen Zeremonie vor einem Standesbeamten geschlossen werden. Bislang gab es solche offiziellen Feierlichkeiten noch nicht. Das neue Gesetz sieht Gleichstellung bei den Rechten und Pflichten: Darunter fallen z.B. die Unterhaltspflicht, Anspruch auf gemeinsames Vermögen, Krankenversicherung nach dem Partner oder Witwenpension. Die Fremdkind-Adoption und die In-Vitro-Fertilisation für lesbische Paare kommt aber auch mit diesem Gesetz nicht. Am Samstag, den 25. Februar 2017, wurde das erste lesbische Paar in Maribor in einer Zeremonie vermählt.

In Europa gibt es zwölf Länder, in denen es bislang die (staatliche) gleichgeschlechtliche Ehe gibt: das sind Portugal, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Irland, Norwegen, Schweden, Island, Belgien, Dänemark, Luxemburg und die Niederlande.


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Bildquelle: CC 2.0 BY, r-a-d-e-k, Gay traffic lights in ViennaFlickr