#98 Stark gefährdete Tigerart pflanzt sich in Thailands Dschungel fort

Neue Bilder zeigen Indochinesische Tiger mit Tigerjungen – etwas Hoffnung für die stark gefährdete Tiger-Unterart in Thailand.

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Der Indochinesiche Tiger steht auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten des IUCN (International Union for Conservation of Nature) – mit dem Status EN (endangered, also: stark gefährdet). WWF ging 2009 davon aus, dass es nur mehr 350 wilde Indochinesische Tiger gibt. In China, Laos und Kambodscha gilt diese Unterart bereits als ausgestorben, 20 zählt man in Vietnam, 85 in Myanmar und zwischen 189 bis 252 Tiere in Thailand. The Guardian schreibt von nur mehr 221 Exemplaren in Thailand und Myanmar

Durch den Einsatz Thailands, die Tigerart zu schützen und wieder anzusiedeln. Panthera, eine Organisation, die sich ausschließlich für den Schutz der 38 Wildkatzen-Arten verschrieben hat, arbeitet gemeinsam mit Thailands „Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation „(DNP) und der „Freeland Foundation“ daran, die Tiger zu beobachten und zu schützen – dazu haben sie im Juni 2016 Kameras installiert, bei denen sie vorbeiziehende Tiger vermuten. Neueste Bilder zeigen nun eine Tiger-Population mit Tigerjungen.

A breeding population here means that the future of this subspecies is less precarious and could potentially even expand—tigers here could disperse and repopulate Cambodia and Laos, where no breeding populations persist. (panthera.org)

Natürlich sind die Indochinesischen Tiger immer noch vom Aussterben bedroht. Die aktuellen Beobachtungen lassen jedoch Hoffnung entstehen, dass sie sich, bei weiterem Schutz, wieder etwas verbreiten.


Weiterführende Links und Quellen:

Bildquelle: CC0 Public Domain, Pexels, Pixabay

#91 Rundschwanzseekühe in den USA nicht mehr als gefährdet gelistet

Nachdem es in den 70er Jahren nur mehr wenige hundert Rundschwanzseekühe in Florida gab, hat sich ihr Bestand seither stetig erholt.

Die Rundschwanzseekühe, oftmals auch Manati genannt,  werden seit 1967 als gefährdet eingestuft. Genauer gesagt der Florida-Manati, eine Untergruppe des Karibik-Manatis. Nur mehr wenige hundert Seekühe wurden in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gezählt. Selbst 1991 waren es nur 1.300 Tiere. Aber durch den Eintrag auf der Liste der gefährdeten Arten begannen offenbar gelugnene staatliche Schutzprojekte. (Den allerersten Versuch, Manatis zu schützen, startete Florida bereits im Jahr 1893.)

Bei heutigen Zählungen kommt man in Florida auf rund 6.200 Manatis. Im vergangenen Jahr hat deshalb der „US Fish and Wildlife Service“ beantragt, dass es zu einer Neueinstufung kommt. Zahlreiche Gruppierungen kritisierten, dass eine frühzeitige Neueinstufung ohne Plan für die Zukunft falsch sei – passiert ist die Einstufung trotzdem. Laut der zuständigen Behörde, eben der „US Fish and Wildlife Service“, werde natürlich auch weiterhin darauf hingearbeitet, den Bestand der Manatis weiter zu erhöhen und bessere Lebensbedingungen zu bieten.

Der Schutz von gefährdeten Arten geht in den USA auf den „Endangered Species Act“ zurück, welche 1973 beschlossen wurde und heute als „world’s gold standard for environmental protection“ (washingtonpost.com) bezeichnet wird. Andere Tiere, die durch dieses Gesetz gerettet wurden: der Schwarzfußiltis, der Buckelwal, der Weißkopf-Seeadler (Amerikas Wappentier), der Mississippi-Alligator, der Grizzlybär, der Kalifornische Kondor und der Wolf.


Weiterführende Links und Quellen:

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#24 Nepalesische Initiative zum Schutz des Schneeleoparden

Am 20. Jänner präsentierte Nepal einen Plan, um der starken Gefährdung der Schneeleopardenart entgegenzuwirken.

Man macht sich Sorgen um den Schneeleoparden. Zurecht: Die IUCN (Internationale Union zur Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen) sieht die Art als stark gefährdet an. Schätzungen gehen von 4.000 bis 6.600 wild lebenden Individuen aus, wobei Wilderei und die Bejagung seiner natürlichen Beutetiere durch die Menschen dem Bestand des Schneeleoparden am meisten zusetzt.

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Das Verbreitungsgebiet des Schneeleoparden

Nun haben sich MinisterInnen jener Länder getroffen, in denen der Schneeleopard verbreitet ist, um gemeinsam an der Zukunft der Art zu arbeiten. Von 19. bis 20. Jänner traf man sich dabei zum „2nd Steering Committee Meeting of the Global Snow Leopard and Ecosystem Protection Program“ (oder kurz: GSLEP) in Kathmandu, Nepal.

Herausgekommen ist dabei der „Snow Leopard Conservation Action Plan 2017-2012. Ziel ist es für Nepal dabei, dass zumindest 100 Schneeleoparden im Fortpflanzungsalter jene drei Landschaften bevölkern, die sie es Lebensraum ansehen.

Es ist ein ambitionierter Plan:

The action plan will address the urgent need to continue research and monitoring using cutting-edge technology; improve habitat and corridors; mitigate conflict through community engagement; reduce wildlife crimes; and, strengthen trans-boundary coordination and cooperation. This all-encompassing new plan is estimated to cost $3.15 million. (wwf.panda.org)

Bleibt nur zu hoffen, dass ihnen dieses Unterfangen gelingt und durch den Klimawandel nicht weiterer Lebensraum für den Schneeleoparden verschwindet. (Auch daran arbeiten die NepalesInnen gerade.)

Der nepalesische Premierminister Dahal erklärt aber auch, dass die Arterhaltung des Schneeleoparden eine globale Angelegenheit sei:

“The responsibility of protecting snow leopards does not rest solely with these 12 countries and a handful of organisations,” he said. (thehimalayantimes.com)


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Von Die Autorenschaft wurde nicht in einer maschinell lesbaren Form angegeben. Es wird Laurascudder als Autor angenommen (basierend auf den Rechteinhaber-Angaben). – Die Autorenschaft wurde nicht in einer maschinell lesbaren Form angegeben. Es wird angenommen, dass es sich um ein eigenes Werk handelt (basierend auf den Rechteinhaber-Angaben)., CC BY-SA 3.0, Link