Ein Spin-Off-Start-Up der Technischen Universität Wien hat mit ihrem ersten Produkt „Tetragon“ etwas Großes vor: Auf der spärlichen (sich im Aufbau befindlichen) Website kündigt man nicht weniger als ein „Braille-Revolution“ an. Ihr mobiler Braille-Reader will die Blindenschrift in Zeiten von Smartphones und Tablets wieder beliebter machen.

Die Schrift wurde 1825 von Louise Braille entwickelt. Jeder einzelne Buchstube wird dabei mit bis zu fünf Punkten (von 6 möglichen Punkten) dargestellt und mit den Fingern erfühlt und gelesen:

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Das Braille-Alphabet – die dicken Punkte sind dabei spürbar.

Es gibt schon seit Jahrzehnten technische Vorrichtungen, die z.B. das Arbeiten, Schreiben und Lesen am Computer ermöglichen. Doch ist der Einsatz meist nur am Schreibtisch und im Büro möglich – genau hier setzt Tetragon an: Das ringförmige Tool ist kompakt, passt in jede Westentasche und bietet in einem sich rotierenden Ring eine endlose Zeile an. Die Buchstaben werden dabei durch kleine, sich drehende Quader dargestellt, die sich nach jeder Berührung neu zusammensetzen. Das Gerät soll an Smartphones und Tablets angesteckt werden können.

 

Das Patent ist bereits beantragt – doch in den kommenden Monaten sollen noch die perfekten Materialen und ergonomischen und haptischen Eigenschaften herausgefunden werden. Preislich soll dieses Gerät deutlich günstiger sein als die bisherige Technik. Zagler spricht davon, dass es sich im Budgetbereich eines neuen Smartphones befinden wird.

 

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Ein Bild des Prototypen (Copyright: TETRAGON)

Das Patent ist bereits beantragt – doch in den kommenden Monaten sollen noch die perfekten Materialen und ergonomischen und haptischen Eigenschaften herausgefunden werden. Preislich soll dieses Gerät deutlich günstiger sein als die bisherige Technik. Zagler spricht davon, dass es sich im Budgetbereich eines neuen Smartphones befinden wird.

Der pensionierte TU-Professor Wolfgang Zagler hat das Gerät gemeinsam mit MIchael Treml und Dominik Busse, zwei seiner ehemaligen Studierenden, entwickelt. Das Projekt ist für den Social Impact Award 2017 nominiert – und noch bis zum 27. September kann dafür abgestimmt werden. Im folgenden Video (auf Deutsch, mit englischen Untertiteln), erzählt Zagler alles Notwendige über Tetragon.


Weiterführende Links und Quellen:

Bildquelle: TETRAGON

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