#365 Sesamstraße für syrische Kinder

Figuren aus der Kindersendung Sesamstraße werden eingesetzt, um Kindern zu helfen, die durch den Krieg in Syrien vertrieben wurden.

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Figuren aus der Kindersendung Sesamstraße werden eingesetzt, um Kindern zu helfen, die durch den Krieg in Syrien vertrieben wurden. Dabei wird eine angepasste Version der Sesamstraße produziert, welche auf Mobiltelefonen erhältlich sein wird und die Alphabetisierung und das Erlernen von Rechnen unterstützt. Zusätzlich soll es dazu beitragen, Wissen über Beziehungen zu lehren und den Respekt vor anderen zu fördern.

Der Sesame Workshop und das International Rescue Committee haben für diese Entwicklung einen Zuschuss von 100 Millionen US-Dollar erhalten – das Geld kam dabei von der John D. and Catherine T. MacArthur Foundation. Es ist eine der größten philantropischen Spenden für ein solches Bildungsprojekt.

Ziel ist es, frühkindliche Bildung zu leisten und auch das Trauma von Millionen junger Flüchtlinge anzugehen. Zusätzlich soll es auch Kinderentwicklungszentren geben, in denen Eltern ihre Kinder mitbringen können und ihnen Beratung, Ressourcen und Informationen zur Verfügung stehen. Flüchtlingskinder in Jordanien, Libanon, Irak und auch in Syrien sollen von diesem Projekt profitieren.


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Bildquelle: CC0 Public Domain, ScribblingGeekPixabay

#364 Keine Tanzbären mehr in Nepal

Nepal reiht sich in eine Reihe von Ländern ein, welche die grausame „Tradition“ von Tanzbären offenbar beendet haben: Nun wurden die letzten bekannten Tanzbären gerettet.

Nepal reiht sich in eine Reihe von Ländern ein, welche die grausame „Tradition“ von Tanzbären offenbar beendet haben: Nun wurden die letzten bekannten Tanzbären gerettet. Von Albanien, Bulgarien, Griechenland, Indien, Serbien und der Türkei wird angenommen, dass sie keine Tanzbären mehr haben.

Die Bären wurden früher in der Wildnis gefangen und am Schwarzmarkt verkauft. Oftmals wurden sie als Junge verkauft, während die Mutter getötet werden. Die Tiere wurden dann geschlagen, gequält und gefügig gemacht; ihnen wurden die Zähne gezogen und teilweise auch die Krallen entfernt.

Zumindest in Nepal wurde nun das letzte bekannte Tanzbärenpaar von Behörden konfisziert. Aktuell leben sie in einem Nationalpark in Nepal und werden dann in eine geschützte Gegend in Indien transferiert.


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Bildquelle: CC0 Public Domain, frank3143Pixabay

#363 Wadi – Ein UV-Messgerät für die Wiederaufbereitung von Trinkwasser

Das österreichische Start-up Helioz hat ein UV-Messgerät entwickelt, um sicherzustellen, dass wiederaufbereitetes Trinkwasser frei von schädlichen Bakterien und Protozoen (Mikrolebewesen) ist.

Das österreichische Start-up Helioz hat ein UV-Messgerät entwickelt, um sicherzustellen, dass wiederaufbereitetes Trinkwasser frei von schädlichen Bakterien und Protozoen (Mikrolebewesen) ist. Es wird bereits tausendfach in Ländern eingesetzt – 2016 wurde Wadi es als eines von acht Verfahren von der Weltgesundheitsorganisation WHO als zuverlässig bestätigt.

Der Vorgang funktioniert nur mit der Sonne: Dabei legt man Wasser in durchsichtigen Plastikflaschen in die pralle Sonne. Die UV-Strahlung desinfiziert dabei mittels UV-Strahlung das kontaminierte Wasser. Wadi zeigt dann an, wenn es ungefährlich ist, das Wasser zu trinken. Ein Vorteil des Geräts ist es, dass es keine Batterien braucht und dadurch jahrelang eingesetzt werden kann.

Bereits 2016 waren es 10.000 Geräte weltweit: in Ländern wie den Philippinen, Kenia, Uganda, Äthiopien, Ghana, Mali und Indien.


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Bildquelle: von der Helioz-Website

#362 Neu gezüchtete Korallenhybriden sollen Riffabbau verhindern

WissenschaftlerInnen haben „Superkorallen“ gezüchtet, welche auch in den wärmer werdenden Weltmeeren überleben können. Dabei wurden verschiedene Arten riffbildender Korallen gekreuzt – jene, die eher in kälteren Gewässern wachsen mit jenen, die auch wärmeren Temperaturen ausgesetzt sein können. 

WissenschaftlerInnen haben „Superkorallen“ gezüchtet, welche auch in den wärmer werdenden Weltmeeren überleben können. Dabei wurden verschiedene Arten riffbildender Korallen gekreuzt – jene, die eher in kälteren Gewässern wachsen mit jenen, die auch wärmeren Temperaturen ausgesetzt sein können.

In einem Londoner Aquarium ist es gelungen, den gesamten komplexen Lebenszyklus von Laichkorallen zu reproduzieren – nun werden diese in Florida hochgezogen. Bis 2019 sollen dann diese Korallen vor der Küste gepflanzt werden. Auf einer Konferenz an der Universität Oxford wurde auch darüber gesprochen, dass ein derartige Eingriff an Korallenriffe kontrovers diskutiert wird und auch als riskant angesehen werden könnte. Doch der voranschreitende Riffabbau lasse es nicht zu, dass man die Korallenriffe in Ruhe lasse, so Prof. Madeleine van Oppen vom australischen Institut für Meereswissenschaften und der Universität von Melbourne.

Weiters wird an Gentechnologie geforscht: So sollen schützende Gene in Korallen abgegeben werden. Van Oppens Team arbeitet daran, Probiotika auf ein Riff zu sprühen, um diese zu stärken.


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#361 Dracontiasis fast völlig ausgerottet

Anfang der 80er Jahren erkrankten schätzungsweise 3,5 Millionen Menschen pro Jahr an Dracontiasis, einer Infektion mit dem Guineawurm (oder Medinawurm). 2007 waren es noch fast 10.000 – im Jahr 2016 registrierte die Weltgesundheitsorganisation WHO nur 25 Fälle in drei Ländern.

Anfang der 80er Jahren erkrankten schätzungsweise 3,5 Millionen Menschen pro Jahr an Dracontiasis, einer Infektion mit dem Guineawurm (oder Medinawurm). 2007 waren es noch fast 10.000 – im Jahr 2016 registrierte die Weltgesundheitsorganisation WHO nur 25 Fälle in drei Ländern.

Bei dieser Krankheit nistet sich der Parasit, welcher äußerst langlebig ist und bis zu einem Meter lang werden kann über viele Jahre im Organismus eines Wirten ein – die Folge sind Entzündungen, Geschwüre und Fieberschübe. Eine Heilung gegen diese Infektion gibt es nicht – daher hat sich die WHO Aufklärung über die Infektionswege betrieben. Besonders wichtig war dabei auch: der Zugang zu sauberem Wasser.

Die 25 Fälle passierten in drei Ländern: dem Tschad, Äthiopien und dem Südsudan.


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#360 SAM – Kremser Team erfindet den Blindenstock neu

Ein Kremser Team hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen modernen Blindenstock zu kreieren. Ihrer Meinung nach sei viel mehr möglich als mit den aktuellen Modellen – und ihr Prototyp wäre bereit, in die Massenfertigung zu gehen. Jetzt haben sie eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter gestartet.

Ein Kremser Team hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen modernen Blindenstock zu kreieren. Ihrer Meinung nach sei viel mehr möglich als mit den aktuellen Modellen – und ihr Prototyp wäre bereit, in die Massenfertigung zu gehen. Jetzt haben sie eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter gestartet.

https://www.kickstarter.com/projects/sam-robertlielacher/sam-white-cane

Die Niederösterreicher hinter dem Start-up „Polymerwerkstatt GmbH“ sehen in ihrem Gerät alles vereint: Sicherheit, Agilität und Mobilität – und kürzen das einfach mit SAM ab. Ihr Blindenstock ist aus leichtem, stabilen Plastik, der Griffe lässt sich auf die Bedürfnisse der NutzerInnen anpassen, innerhalb von Sekunden ist er einsatzbereit. Alle Features werden im Kickstarter-Video erklärt – besonders cool aber: Der Stock leuchtet im Dunkeln und macht NutzerInnen nachts damit deutlich sichtbarer als zuvor.

Bis zum 19. Jänner 2018 wollen sie 73.500 Euro mittels Crowdfunding erhalten – erst wenn diese Hürde geschafft ist, erhalten die drei Entwickler auch das gesamte Geld.


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Bildquelle: Copyright: Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.de

#359 Diamen: Ein Graphen-Material mit besonderer Härte

ForscherInnen haben mit Diamen ein Graphen-Material entwickelt, das außergewöhnliche Eigenschaften aufweist. Diamen besteht aus zwei Graphen-Schichten und ist grundsätzlich ein vollkommen flexibles Material – wird jedoch Druck (bei Zimmertemperatur) ausgeübt, erhärtet es und so wird es sogar für Diamanten zur Unmöglichkeit, dem Diamen etwas anzuhaben. 

Es klingt fast nach Zukunftsmusik oder könnte sich um Entdeckungen in der Area 51 handeln: ForscherInnen haben mit Diamen ein Graphen-Material entwickelt, das außergewöhnliche Eigenschaften aufweist. Diamen besteht aus zwei Graphen-Schichten und ist grundsätzlich ein vollkommen flexibles Material – wird jedoch Druck (bei Zimmertemperatur) ausgeübt, erhärtet es und so wird es sogar für Diamanten zur Unmöglichkeit, dem Diamen etwas anzuhaben.

Wer eine einfach verständliche Erklärung hören möchte, was Graphen eigentlich ist, dem/der sei dieses Video nahegelegt. (Dabei aber nicht von der übertriebenen vermeintlichen Jugendsprache zwischendurch ablenken lassen – die Inhalte sind gelungen).

Im Video wird noch erklärt, dass man normalerweise mit einer Schicht Graphen arbeitet – zwei Jahre später zeigt die neue Entdeckung auf, dass man eben manchmal doch zwei Schichten braucht. Die Physikerin Elisa Riedo und ihre KollegInnen der City University of New York hat mehrere Lagen von Graphen auf eine Oberfläche aus Siliziumkarbid.

Die ForscherInnen drückte dann mit der Spitze eines Atomkraftmikroskops auf diese Schichten – und erzeugten dabei ein wahsinninges hartes Material – selbst Diamantspitzen konnten es nicht verformen: Ein Diamant weist eine Festigkeit von 70 bis 100 Gigapascal. Diamen sollen laut Berechnungen hingegen eine Festigkeit von mehr als 1.000 Gigapascal aufweisen.

Wenn man sich nun denkt: Je mehr Graphenschichten, desto härter, der irrt. Diese Härteeigenschaft gelingt wirklich nur bei zwei Graphenschichten – nicht mehr und auch nicht weniger. Zumindest an der New Yorker Universität. An der Rice University in Houston, Texas, schufen sie einen Graphen mit 300 Schichten, der eine Pistolenkugel abhalten kann.

Wofür dieses Material in Zukunft eingesetzt werden kann? Man könne extrem leichte, dünne und sogar durchsichtige Schutzschichten entwickeln – wohlgemerkt: sie sind nur einen Bruchteil so dick wie ein menschliches Haar. Vermutlich wird auch das Militär Verwendung für ein solches Material finden.


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#358 Tollwut in Afrika durch Hundeimpfungen ausrottbar

In Europa ist Tollwut seit 20 Jahren so gut wie ausgerottet – in Afrika oder auch Asien streben jedoch immer noch zehntausende Menschen daran. Eine neue Studie zeigt aber: Man kann auch auf diesen beiden Kontinenten die Ausrottung hinbekommen – indem man Hunde impfen lässt.

In Europa ist Tollwut seit 20 Jahren so gut wie ausgerottet – in Afrika oder auch Asien streben jedoch immer noch zehntausende Menschen daran. Eine neue Studie zeigt aber: Man kann auch auf diesen beiden Kontinenten die Ausrottung hinbekommen – indem man Hunde impfen lässt.

TropenmedizinerInnen des Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Institus Swiss TPH haben 2012 und 2013 in der Hauptstadt des Tschad, in N’Djamena, pro Jahr 20.000 Hunde gegen Tollwut geimpft – über 65 Prozent der geschätzten Hundepopulation. Damit fiel die Fortpflanzungszahl, also die Anzahl der Sekundärinfektionen, auf unser eins – damit wurde die Übertragung unterbrochen.

 Die Forscher kommen zum Schluss, dass eine wirksame Tollwutbekämpfung mit dem politischen Willen und den notwendigen finanziellen Mitteln in Afrika machbar ist. (unibas.ch)

Damit die Tollwut in einem Zeitraum von 20 Jahren in Zentral- und Westafrika erfolgreich bekämpft wird, würden sich die Kosten auf 1 Milliarde Euro belaufen – dazu braucht es aber einen gemeinsamen Ansatz der afrikanischen Staaten. Zugleich könnte diese Zusammenarbeit zu Frieden und weitergehender Kooperation führen.


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Bildquelle: CC0 Public DomainAlexas_FotosPixabay