#49 Startschuss für österreichische Crowdfunding-Plattform fürs Gemeinwohl

Die Genossenschaft „Bank für Gemeinwohl“ hat es sich zum großen Ziel gemacht, eine Bank zu gründen, welche ethisch, sozial und ökologisch ausgerichtete Unternehmen und Projekte fördert und finanziert. Im Oktober 2016 ist ein weiterer Schritt bis zur finalen Gründung dieser Bank angekündigt worden: Man wolle eine Crowdfunding-Plattform für „gemeinwohlorientierte“ Projekte starten. Dies ist im Jänner 2017 schließlich passiert, innerhalb eines Monats wurden auf der „BfG Crowdfunding Plattform“ nun bereits 20 Projekte eingereicht.

Was ist Crowdfunding?

Der Begriff Crowdfunding stammt aus dem englischen Sprachraum und setzt sich aus den Wörtern „crowd“, was so viel heißt wie „Gruppe“ und „funding“ zusammen, was im Deutschen „Finanzierung“ bedeutet. Diese Übersetzung verrät auch schon so einiges über die Idee, die hinter Crowdfunding steht, nämlich geht es hier um die Finanzierung durch eine Personengruppe. Als deutsches Synonym wird in diesem Zusammenhang auch die Bezeichnung „Schwarmfinanzierung“ verwendet. (gruenderszene.de)

Auf ihrer Website erklärt das Team, aus welchen Bereichen die Projekt- und Geschäftsideen stammen müssen, damit sie Teil der Crowdfunding-Plattform werden können:

  • Ökologische Landwirtschaft und Ernährung
  • Erneuerbare Energien, Ressourceneffizienz und Mobilität
  • Sozialprojekte und soziales Engagement
  • Bildungs- und Kulturprojekte
  • Wohnprojekte und nachhaltiges Bauen
  • Sozial und ökologisch ausgerichtete Unternehmen

Die Projekte sollen mit den Crowdfunding-Varianten „Geld für Gegenleistung“ (Reward based Crowdfunding) und „Geld für Zinsen“ (Lending based Crowdfunding) finanziert werden. Auch „Geld für eine gute Tat“ (Donation based Crowdfunding) soll im weiteren Verlauf möglich sein – nur die Form „Geld für Beteiligung“ (Equity based Crowdfunding“ wird es bei dieser Plattform nicht geben.

Aktuell sucht das Team nach Projekten, Produkten und Startups, welche einen konkreten Finanzierungsbedarf haben. Diese werden dann, in einem mehrstufigen Prozess auf ihre „Gemeinwohl-Orientierung“ und Machbarkeit geprüft, bevor die Projekte ab April von der Crowd unterstützt werden können.

Die eigentliche Bank soll übrigens frühestens 2020 starten, 2018 möchte man als nächsten Schritt nach der Crowdfunding-Plattform ein Online-Zahlungsinstitut errichten.


Weiterführende Links und Quellen:

Bildquelle: CC BY SA, Rocío Lara, „Crowdfunding“, Flickr

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